Ziemlich cool, dass man per iPhone Artikel zu seiner Website hinzufügen kann. Im Augenblick nur ein Test. Aber später sicher noch hilfreich.
Steve Jobs’ kleines Weißbuch


Zur Zeit lese ich das Buch von Leander Kahney. Damals existierte der Begriff Design Thinking noch nicht. Aber dank Kahneys Darstellung kann ich gut nachvollziehen, warum Steve Jobs immer wieder im Zusammenhang mit Design Thinking genannt wird. Er verwendet sicher nicht eins zu eins den IDEO-Prozess, aber viele Komponenten kommen einem so vertraut vor, wenn man sich mit Design Thinking befasst hat. Und es dürfte wohl nicht viele Unternehmen geben, in denen diese Methode so stark in sämtliche Prozesse integriert ist.
Philipp Schäfer bei der TGM

Gestern hielt Philipp Schäfer, CEO von IDEO Deutschland, einen Vortrag über Design Thinking vor der Typografischen Gesellschaft München. Die Veranstaltung in der Black Box am Gasteig war gut besucht; leider waren natürlich überwiegend Designer anwesend. Obwohl das Thema gerade für die Wirtschaft interessant wäre. Aber immerhin sickert das Thema auch langsam in Deutschland in die Öffentlichkeit.
Philipps Vortrag war sehr spannend. Sicher, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt und die einschlägigen Bücher gelesen hat, gab es nichts wirklich Neues. Aber das hatte ich mir auch gar nicht erwartet. Es war ein gut aufbereiteter und vorgetragener Überblick. Und: Endlich mal etwas auf Deutsch. Die eineinhalb Stunden vergingen wie im Flug.
Leider hatte ich nur mein iPhone dabei, um ein paar Minuten mitzuschneiden. Aber immerhin gibt das Video einen kleinen Einblick.
Nadja Schnetzler: Die Ideenmaschine und David Straker: Rapid Problem Solving with PostiIt Notes
Ich weiß: Nur ein Buch zur selben Zeit. Aber ich kann nicht anders. Wieder habe ich zwei Bücher gleichzeitig begonnen
- Nadja Schnetzler: Die Ideenmaschine und
- David Straker: Rapidh Problem Solving with PostiIt Notes
Das eine Buch auf Deutsch: Gab es Design Thinking auf Deutsch vielleicht schon vor der HPI? Und: Ein Buch, mit dem man das Lösen von Problemen mit PostIts lernen kann (und das lange vor HPI, Ideo und Stanford …)
Ich lasse mich überraschen.
“Design of Business” – Buch von Roger Martin
Das Buch von Roger Martin ist sehr spannend. Es erklärt nicht den Prozess von Desing Thinking. Aber es erklärt, wie man Design Thinking in einem Unternehmen etablieren kann. Es erklärt, dass nicht allein “Design” – die kreative Komponente – nötig ist, um langanhaltenden Erfolg zu erzeugen, sondern das Zusammenspiel zwischen “Reliability” und “Viability” – zwischen Zuverlässigkeit und Lebensfähigkeit. Zwischen dem Vorhersagbaren und dem, was zählt. Nur die Balance zwischen beidem funktioniert. Nur Zuverlässigkeit, nur der Output allein, zählt gar nichts. Erst, wenn man beides zusammen bringt, kann man Erfolg generieren.
Roger Martin ist – na ja, immerhin ist er Professor – recht akademisch. Und dennoch denke ich, dass er es sehr pragmatisch auf den Punkt bringt. Der Akademiker – viel Praxis-bezogener als Tim Brown, der Praktiker.
Design Think!ng – Buch von Hasso Plattner, Ulrich Weinberg, Christoph Meinel
Als wir anfingen unsere Lektüre zum Thema Design Thinking zusammen zu stellen, haben wir auf ein Buch ganz bewusst verzichtet: auf “Design Think!ng” von Hasso Plattner, Ulrich Weinberg, Christoph Meinel. Es hatte so schlechte Kritiken auf amazon erhalten, dass es uns nicht der Mühe wert schien.
Nachdem wir aber mit Ulrich Weinberg gesprochen und ihn als äußerst interessanten Menschen kennengelernt haben, war unser Interesse an dem Buch schon deutlich gestiegen. Und als jetzt dann auch noch Tom erzählte, dass er das Buch bereits hat, haben wir die Chance genutzt.
Ich gestehe, ich habe bisher ausschließlich das Vorwort und Kapitel 2 (der von Ulrich Weinberg geschriebene Teil) gelesen. Aber ich kann die harsche Kritik nicht nachvollziehen. Ich finde, es vermittelt einen guten, kurzen und leicht verständlichen Überblick über das Thema Design Thinking und seine Ausbildung.
Forget Design Thinking and Try Hybrid Thinking
Thorsten hat mich auf einen Artikel mit diesem Titel aufmerksam gemacht:
https://www.fastcompany.com/blog/dev-patnaik/innovation/forget-design-thinking-and-try-hybrid-thinking
Allerdings komme ich zu dem Schluss, dass der Verfasser des Artikels sich nicht wirklich mit Design Thinking auseinander gesetzt hat. Wieder einmal – und ich denke, das ist ein prinzipielles Problem mit dem Begriff Design Thinking – pickt jemand das “Design” aus “Design Thinking” heraus und verteufelt es. Denn was der Autor danach als Hybrid Thinking bezeichnet, beschreibt sehr gut, was Design Thinking ist.
Das coolste ist immer die Lösung
Wie sagte Dr. House gerade eben so schön? “Das coolste ist immer die Lösung!” Stimmt. House arbeitet immer an Wicked Problems. Und immer präsentiert er eine Lösung. Klar, nur Fernsehen. Dennoch cool.
Auch mich rockt es immer, wenn wir es schaffen, gemeinsam eine Lösung für ein verzwicktes Problem zu finden. Und das ist dann immer ganz real.



